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One Day In My Life - Steffi
Meine erste Vorlesung

Hm.. Mein Laptop ist kaputt, mein Bruder war unfähig mir die Administrator-Rechte auf unserem Rechner zu Hause zu geben Fazit: Das Wochenende war für die Katz... Nun gut auch egal, man kennt ja schließlich Leute und versucht sich einen Laptop zu organisieren. Das hat geklappt und so sitz ich heute nach zwei Tagen Vorbereitungszeit etwas nervös in der Vorlesung und versuche noch fieberhaft ein paar Faustregeln herzuleiten, damit ich die dann im spätern auch verwenden kann. Dann kommt endlich die Kaffeepause und ich bin auf und davon Richtung Seminarraum 8. Stock Astrophysik. Teste in aller Eile noch einmal ob der geliehene Laptop auch mit unserem Beamer funktioniert und setzte mich dann mit einer Tasse Tee auf meinen Stammplatz, den ich hier am Institut seit dem ersten Semester belege. Irgendwie ist das schon komisch, da kommt ein Student nach dem anderen herein, genau zwei davon sind jünger als ich alle anderen sind im elften, dreizehnten oder in einem noch höhren Semester... Ich mit meinen sechseinhalb Semestern komm mir etwas fehl am Platz vor, wenn ich denke, dass ich in diesem Raum, mit diesen Leute meine erste Vorlesung halten soll... Nicht einen ganzen Kurs, aber da der Professor nicht da ist und Eelco, der Übungsleiter auch nur wenig Zeit hat, übernehme ich heute einmal die Vorlesung. Der Vortrag ist von mir auf die Minute genau abgestimmt worden und ich warte eigentlich nur noch darauf, dass Eelco mit der Einführung in die Koordinatensystem und die Sub-mm-Beobachtung fertig wird, damit ich es endlich hinter mich bringen kann. Es ist nicht Angst, auch nicht Nervosität, aber irgendetwas ist da, das mir ein mulmiges Gefühl in meinem Magen verursacht. Doch das wird zur Nebensache, als ich Stephan, einen wirklich sehr guten Freund aus meiner Schulzeit durch die Türe des Seminarraums kommen sehe. Es ist so schön, das sich einer meiner Freunde meinen ersten Gehversuch nicht entgehen lässt. Das freut mich, macht mir Mut, und ich geh nach vorne, schalte den Laptop ein und halte meine erste Vorlesung...
... 45 Minuten später endet mein Vortrag. Eigentlich sollte er genau 30 Minuten daueren, und er war auch genau darauf ausgelgt, aber wenn man schon einmal mehr Zeit zur Verfügung hat, warum soll man sie dann nicht Nutzen... Nein, ich habe nicht wie so mancher Professor hoffnungslos überzogen, sonderen einfach die Zeit genutzt, die Eelco nicht gebraucht hat. Der Vortrag selber... Tja, da ist mir nur eins in Erinnerung geblieben, eine Frage, es hat tatsächlich jemand eine Frage gestellt, dass heißt, dass dieser Jemand zugehört hat und interessiert war und ich ihm tatsächlich was beibringen konnte und das ist ein unglaublich schönes Gefühl.